Streunerpyramide kl 250Ob Freigänger-Katzen in Deutschand, oder Straßenhunde in Rumänien...

... das Problem ist das Gleiche:
Hunde und Katzen, die sich unkastriert, unbeaufsichtigt frei bewegen und paaren können haben eine enorme Vermehrungsrate, die entweder - bei guter Versorgungslage - zu einem hohen Zuwachs von Straßentieren führt, oder - bei schlechter Versorgungslage - vielen Welpen einen qualvollen Start ins Leben, geprägt von Hunger, Krankheiten und oftmals dem letzendlichen Tod beschert.

Verlässliche Zahlen über die Anzahl der Straßenhunde in Rumänien gibt es keine. 2013 reichten die Schätzungen von etlichen Hundertausenden Hunden, bis zu 2,5 Millionen im ganzen Land. Einige Hundertausende dürften inzwischen grausamster staatlicher Tötung zum Opfer gefallen sein. Das Problem löst man dadurch aber nicht.

 

Wo kommen die Hunde überhaupt her?

An all unseren Projektstandorten in Rumänien ist die Ursache dieses Tierleids inzwischen überweigend in unkastrierten Besitzertieren zu finden. Nur wenige Rumänen lassen ihren Hund/ ihre Katze kastrieren, und so zeugen Freigänger untereinander, oder mit unsozialisierten, wilden Streunern, weiter Nachwuchs, der in freier Natur, oder in den Höfen/Ställen der "Besitzer" geboren werden.

Nicht wenige Hündinnen, die eigentlich ein Zuhause gehabt haben, werden hochtragend ausgesetzt, weil man sich dem Problem des Nachwuchses von vornherein garnicht stellen möchte [frei nach dem Motto "wenn du schwanger heim kommst, kümmer dich selbst um deine Bälger..."].

Andere Welpen werden, wenige Tage alt, von den Müttern getrennt, lebend oder tot im Müllcontainer entsorgt, an viel befahrenen Straßen ausgesetzt (jemand wird sich schon kümmern, oder es regelt die Straße), bei Tierschützern, vor Tierheimen oder Tierarztpraxen ausgesetzt. Erschlagen, ertränkt, erstickt.

Die Kreativität des Schreckens kennt fast keine Grenzen.

 

Vermehrungsrate - ob herrenloser Sreuner oder Freigänger (mit Besitzer)...

Leider kann die Zahl der Nachkommen von nur einer einzigen unkastrierten Hündin/Katze nach nur wenigen Jahren in die Zehntausende steigen!

 

Streunerpyramide gr 850

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Diese Grafik zeigt 1:1, wie aus einem unkastrierten Pärchen binnen weniger als 2 Jahren (neue Generation alle 7 Monate), wenn jeweils 2 weibliche Tiere fallen und alle durchkämen, insgesamt 162 Hunde werden können.

Und gerade die gut gefütterten Besitzer-Hündinnen, schaffen es locker in jeder Hitze etliche gut genährte Welpen zu werfen, von denen viele "durchkommen" und sich ihrerseits wieder an der Vermehrung beteiligen können. Ein Teufelskreis!

Spielt man diesen theoretischen Fall weitere Jahre bis zur 10 Generation durch (ca. 5,5 Jahren), dann wäre die Population von ursprünglich 2 auf bereits 118.098 Tiere angewachsen.

 

Generation   Zeit [Monate]   Anzahl der Hunde
 0   0   2
 1   2   6
 2   9   18
 3   16   54
 4   23   162
 5   30   486
 6   37   1.458
 7   44   4.374
 8   51   13.122
 9   58   39.366
 10   65   118.098

 

Wer soll diese Tiere alle adoptieren? Es wäre unmöglich.

Natürlich passiert das so in der Form - wie man es nimmt - leider oder glücklicherweise, nicht. Tötungen, Autounfälle, Krankheiten, Hunger tun das ihre um den Bestand zu kontrollieren. Es ist oftmals ein schwieriges Leben unter harten Bedingungen, und ein noch viel grausameres Sterben.

All dieses Leid wäre sehr einfach zu verhindern, durch eine kleine wenig aufwendige Kastration. Denn dadurch wird Leid von Anfang an verhindert!

Deswegen unsere Bitte an alle:
Unterstützt Kastrationsprojekte der Tiere vor Ort!